In einer weiten Landschaft gelegen, erscheint die Laguna de Fuente de Piedra - die Lagune der Steinernen Quelle - als eine große Oase im Flachland der Antequera. Sie ist einer der gräßten Salzwasserseen Spaniens. Mit mehr als sechs Kilometern Länge und fast drei Kilometern Breite ist der See ein wichtiger Nistplatz für einen großen Vogel, der als einer der elegantesten der Welt gilt. The Pink Lagoon
Es ist der rosa Flamingo, von dem diese Geschichte erzählt. Der Salzsee ist die ideale Enklave für die Erhaltung der Art.
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Wichtig ist dieser Platz nicht nur wegen der geographischen Lage, nämlich der Nähe zu Afrika - zum Ausruhen der Zugvägel vor dem Flug über das Mittelmeer. Sondern wichtig ist er auch, weil er zusammen mit der franzäsischen Camargue der einzige Ort im ganzen westlichen Mittelmeerraum ist, wo der Flamingo sich mit Beständigkeit zur Fortpflanzung einfindet. Es ist daher auch nicht verwunderlich, daß der Salzsee international als Vogelschutzgebiet anerkannt ist. Sollte nämlich dieser Platz für den Flamingo verlorengehen, würde das zur Dezimierung des Bestands führen.
Die Besonderheit des Sees, sein Salzgehalt, dürfte für diese Vogelart eigentlich nicht von Vorteil sein, es sind ja keine Seevägel. Aber es ist gerade die Salzkonzentration, in der jene Mikroorganismen wie Algen und Krustentiere existieren, die dem Flamingo als Nahrung dienen.
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Die beste Zeit zur Beobachtung der herrlichen Vägel ist Ende Januar, wenn sie von ihren Überwinterungsplätzen kommen und Frühjahr und Sommer hier verbringen, um sich der anstrengenden Aufgabe der Brutpflege zu unterziehen - immer unter der Voraussetzung, daß es ausreichend geregnet hat. Denn wenn der See ausgetrocknet ist oder einen zu niedrigen Wasserstand hat, ist die Aufzucht der Jungen nicht gewährleistet, und die Alten kommen nicht mal in die Nähe.
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Gegen Ende des Sommers, etwa im Juli oder August, findet dann ein Aufmarsch an Menschen und technischem Gerät statt, der wegen seiner minutiäsen Organisation eher einer militärischen als einer wissenschaftlichen Operation gleicht: Unter der Anleitung von Manuel Rendón, dem Leiter und Konservator des Reservats Laguna de Fuente de Piedra, nähern sich vor Sonnenaufgang über 200 Menschen, in Gruppen aufgeteilt, ganz vorsichtig dem See. Sie haben die Aufgabe, Tausende von Jungvägeln, die noch nicht flügge sind, mit Kontrollringen zu versehen und drängen die Vägel in eine Art Gehege. Dort bekommen sie die Ringe und werden vermessen; einigen werden Blutproben zur Analyse entnommen. Ganz schnell sind sie wieder frei. Diese Unternehmung findet seit 1986 statt und ist für die Erforschung der Flamingos und ihrer Lebensweise von großer Bedeutung. Mit Hilfe der Kontrollringe kann man ihren Flug verfolgen und Erkenntnisse über ihr Alter und andere biologische Daten gewinnen.
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